
Digitales Portfolio Bruno Wägli
Finnland / Bären und Wölfe
Diese Seite enthält Bilder von drei Reisen, die zeitlich 16 Jahre auseinander liegen: 2010 zu den Bären ins No-Mans-Land zwischen der finnischen und der russischen Grenze, 2022 zu den Wölfen und 2026 erneut zu meinen pelzigen Freunden an der finnisch-russischen Grenze, wobei wir diesmal wegen der geopolitischen Spannungen auf der finnischen Seite des massiven Grenzzauns bleiben mussten.
Bären, die grössten Landraubtiere Europas, faszinieren mich nicht erst, seit ich ihre Verwandten in Kanada, Alaska und der Arktis gesehen habe. Ich nutze jede Gelegenheit zum Bear-Watching, wenn sie sich mir bietet. Das Berner Wappentier, das sich anschickt, sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in der Schweiz wieder zurückzugewinnen, lebt, ausser zu Paarungszeiten und bei der Aufzucht von Jungen, als Einzelgänger und beansprucht einen grossen Lebensraum. Ausgewachsene Exemplare können in Europa aufgerichtet bis zu 2.8m gross werden und bis zu gut 300kg wiegen.
Seit 1995 ist der Wolf zurück in der Schweiz und die Anwesenheit dieses wunderschönen und intelligenten Tiers wird kontrovers diskutiert. Vor allem Schafzüchter in Berggebieten finden, er habe keinen Platz mehr bei uns, während Städter sein Comeback begrüssen. Werden entsprechende Schutzmassnahmen für die Schafherden getroffen, ist ein Nebeneinander gut möglich.
Zu Zeiten des Kalten Krieges bestand ein mehrere Kilometer breiter Grenzstreifen zwischen der UdSSR und Finnland, der weder bewirtschaftet noch bejagd wurde. Teile davon sind heute Schutzgebiet und idealer Lebensraum für Bären, Wölfe und Vielfrasse, die frei zwischen Russland und Finnland herumstreifen.
2010 konnte ich in einer ehemaligen finnischen Grenzwachtstation bei Viiksimo, mitten in der Tundra, knapp südlich des Polarkreises und rund 300 km vom nächsten Flugplatz entfernt, erstmals in Europa Bären in freier Wildbahn beobachten. Es gab mehrere Beobachtungshütten (Hides), aus denen sich vor allem die Bären, aber auch anderes Wildlife, aus nächster Nähe fotografieren lassen.
2022 lag der Fokus auf Wölfen, die in der Gegend von Kuhmo aus Hides mitten im Wald und nur zu Fuss zu erreichen, mit genügend Geduld beobachtet werden können. Wir warteten ab Montag jeden Tag viele Stunden auf Isegrim, aber erst am späteren Freitagnachmittag, kurz vor unserer Rückreise, zeigte er sich.
2026 kehrte ich, in einer anderen Jahreszeit als das erste Mal, noch einmal in die Gegend von Martinselkonen und Viiksimo zurück. Wir hatten Glück und konnten viele junge Bären beobachten. Unglaublich, in welchem Tempo sie Bäume hochklettern und in luftiger Höhe miteinander rangeln.
Weitere Infos:
Umgang mit Bären in der Schweiz Wolfsmanagment Schweiz





































































































